Illness name: aneurysma
Description:
Pascale Huber hat Tiermedizin an der Freien Universität Berlin studiert. Sie arbeitete mehrere Jahre als praktizierende Tierärztin, bis sie im Jahr 2009 in den Medizinjournalismus wechselte. Aktuell ist sie Chefredakteurin von tiermedizinischen Fachkreise- und Laienportalen. Ihr Schwerpunkt ist die Erstellung von human- und tiermedizinischem Content für Fachkreise und Patienten.
Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für NetDoktor ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.
Ein Aneurysma ist eine ballonartige Aussackung der Wand von Blutgefäßen, meist Arterien. Aneurysmen entstehen an Schwachstellen in der Gefäßwand, sind entweder angeboren oder entstehen erst im Laufe des Lebens. Meist spürt man sie nicht. Gefährlich wird es, wenn das Aneurysma reißt. Dann treten mitunter lebensbedrohliche Blutungen auf. Lesen Sie hier, welche Symptome auftreten, wer besonders gefährdet ist und was man dann tun muss.
Ein Aneurysma ist laut Definition eine krankhafte Aufweitung eines Blutgefäßes. Die Gefäßwand ist meist sackförmig, beeren- oder spindelartig erweitert. In den meisten Fällen bilden sich Aneurysmen in Arterien. In ihnen herrscht ein höherer Blutdruck als in den
Venen
.
Etwa 90 Prozent der ballonförmigen Gefäßaussackungen treten im Verlauf der Hauptschlagader (
Aorta
) im Bauchraum auf. Aber auch Aortenaneurysmen im Brustbereich (thorakales
Aortenaneurysma
) sind verbreitet. Außerdem sind Aneurysmen im
Gehirn
, im Bereich der Kniekehle und am Herzen möglich. Sehr selten tritt ein Aneurysma an der Halsschlagader auf.
Mehr Informationen zu der Gefäßaussackung im Kopf erfahren Sie im Text
Aneurysma im Gehirn
.
Schätzungsweise drei bis neun Prozent der Männer ab 65 Jahren weisen ein Aneurysma der Bauchschlagader auf. Männer sind rund sechsmal häufiger betroffen als Frauen. Manchmal kommen Aneurysmen innerhalb einer Familie gehäuft vor.
Aneurysmen verursachen oft keinerlei Beschwerden. Ärzte entdecken sie darum häufig zufällig bei einer Untersuchung per
Ultraschall
oder Hirnscan – oder im ungünstigsten Fall erst, wenn sie reißen. Dann besteht akute Lebensgefahr, infolge des Blutverlusts. Reißt ein Aneurysma im Kopf, übt das
Blut
zudem Druck auf das Gehirn aus. Auch dies ist potenziell lebensbedrohlich.
Viele Menschen leben aber Jahrzehnte mit einer solchen Gefäßveränderung, ohne jemals davon zu erfahren.
Je nach Art der Gefäßwandveränderung unterscheiden Ärzte folgende Formen von Aneurysmen:
Ist ein Aneurysma noch nicht allzu groß, macht es sich meist nicht bemerkbar. Welche Symptome größere Exemplare hervorrufen, hängt von ihrer Lage ab.
Wer ist besonders gefährdet?
Aneurysmen können angeboren sein (vor allem bei den Hirnarterien) oder im Laufe des Lebens entstehen. Das ist überwiegend bei den Aneurysmen der Hauptschlagader der Fall. Männer über 50 sind am häufigsten betroffen, vor allem wenn sie rauchen und/oder unter hohem Blutdruck leiden. Die große Gefahr ist, dass Aneurysmen eines Tages platzen. Die resultierende innere Blutung ist oft tödlich, da nur selten schnell genug operiert werden kann.
Gibt es Vorboten, auf die man achten kann?
Leider keine sicheren. Aneurysmen machen sich häufig erst durch die lebensgefährliche innere Blutung bemerkbar. Wer allerdings irgendwo im Körper ein auffälliges Pulsieren verspürt, z.B. im Bauchraum, sollte das unbedingt ärztlich abklären lassen. Aber auch alle anderen sollten ab 50 regelmäßig eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (für die Brustschlagader) und des Bauches (für die Bauchschlagader) durchführen lassen.
Müssen entdeckte Aneurysmen operiert werden?
Nicht unbedingt. Wird eine bestimmte Größe überschritten, wird eine Operation empfohlen. Auch bei Aneurysmen, deren Durchmesser kurzfristig zunimmt, sollte mit der Operation nicht allzu lange gewartet werden. Insofern sind bei einem einmal entdeckten Aneurysma regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig.
Der Hormonexperte gründete 2006 das Medizinische Präventions Centrum Hamburg (MPCH), jetzt Conradia Medical Prevention, dessen Direktor er bis heute ist.
Wird ein Aortenaneurysma der Bauchschlagader so groß, dass es auf umgebende Strukturen drückt, treten mitunter folgende Beschwerden auf:
Je größer das Aneurysma ist, desto größer ist die Gefahr eines Risses (Ruptur). Das gilt vor allem für Aortenaneurysmen mit mehr als sechs Zentimetern Durchmesser.
Reißt ein solches Aortenaneurysma, treten plötzlich unerträgliche
Bauchschmerzen
auf, die in den Rücken ausstrahlen. Hinzu kommen Übelkeit und Brechreiz.
Durch den massiven Blutverlust fällt der Blutdruck schnell ab. Der Patient erleidet einen Kreislaufschock.
Eine solche Blutung ist ein absoluter Notfall! Etwa die Hälfte der Betroffenen überlebt ein geplatztes Aortenaneurysma nicht.
Befindet sich das Aneurysma an der Hauptschlagader auf Höhe des Brustkorbs (thorakales Aortenaneurysma), treten mitunter folgende Symptome auf:
Sind die Atemwege bei einem thorakalen Aortenaneurysma stark eingeengt, treten in vielen Fällen immer wieder Lungenentzündungen auf.
Thorakale Aneurysmen über fünfeinhalb Zentimeter Durchmesser sind besonders gefährlich. Reißen sie, treten meist starke Brustschmerzen auf. Die Symptome ähneln denen eines Herzinfarktes. Eine Ruptur verläuft in drei von vier Fällen tödlich.
Manche Aneurysmen im Gehirn (intrakranielles beziehungsweise zerebrales Aneurysma) drücken auf einzelne Gehirnnerven. Besonders häufig sind die Augen betroffen, auch Gesichtslähmungen treten auf. Von den Gefäßaussackungen im Kopf ist das ACOM-Aneurysma das häufigste. Es betrifft die Arteria communicans anterior.
Reißt die Gefäßwand bei einem Aneurysma im Gehirn, treten massive Symptome auf. Am häufigsten entwickeln sich eine sogenannte Subarachnoidalblutung, kurz SAB. Dabei blutet es in den Raum zwischen Gehirn und Hirnhaut, genauer der Spinnenhaut (Arachnoidea).
Aufgrund der festen Schädeldecke entweicht das Blut nicht und übt schnell vermehrt Druck auf das Gehirn aus. Die Symptome eines Aneurysmas im Gehirn treten aufgrund des erhöhten Hirndrucks auf:
Überlebt der Patienten, sind schlaganfalltypische Folgeschäden wie eine Halbseitenlähmung möglich.
Auch ein Aneurysma im Bein, genauer in der Kniekehlen-Arterie (A. poplitea), bleibt meist unbemerkt. Hat das Poplitea-Aneurysma jedoch einen Durchmesser von mehr als drei Zentimetern, bildet sich möglicherweise ein Blutgerinnsel (
Thrombose
).
In der Folge wird der Unterschenkel nicht mehr ausreichend durchblutet. Besonders die Wade schmerzt, es tauchen Gefühlsstörungen wie
Kribbeln
, Taubheits- und Kältegefühle auf.
Wird das Blutgerinnsel von dem Blutstrom mitgerissen, besteht die Gefahr, dass es ein Gefäß an einer engeren Stelle verschließt, beispielsweise in der
Lunge
(
Lungenembolie
).
Ärzte entdecken ein Aneurysma oft zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung, beispielsweise bei einem Bauchultraschall,
Röntgen
der Lunge oder Hirnscan. Darauf lässt sich ein Aneurysma erkennen.
Auch beim Abhören mit einem Stethoskop stellt der Arzt mitunter verdächtige Strömungsgeräusche über der Gefäßaussackung fest. Bei schlanken Menschen lässt sich ein Bauchaortenaneurysma mit einem Durchmesser von mehr als fünf Zentimetern meist als pulsierende Schwellung durch die Bauchdecke ertasten.
Details über die Größe und Gefährlichkeit eines Aneurysmas liefern je nach Lage ein Herzultraschall, eine
Computertomografie
(CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und eventuell eine
Angiografie
(Darstellung der Gefäße). Bei einem Aortenaneurysma im Brustabschnitt wird zudem ein spezielles Ultraschallverfahren angewendet. Dabei wird der Schallkopf über die
Speiseröhre
eingeführt (transösophageale Sonografie).
Nicht immer ist bei einem Aneurysma eine Behandlung notwendig. Ob eine Behandlung infrage kommt und welches Therapieverfahren geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
Kleinere, symptomlose Aneurysmen werden oft nicht sofort behandelt. Der Arzt kontrolliert sie stattdessen einmal pro Jahr, etwas größere zweimal pro Jahr mittels Ultraschall. Wichtig ist, dass der Blutdruck im unteren normalen Bereich (120/80 mmHg) bleibt. Hierfür verschreibt der Arzt eventuell ein blutdrucksenkendes Medikament.
Erreicht ein Aortenaneurysma einen Durchmesser von sechs Zentimetern in der Bauchaorta beziehungsweise fünfeinhalb Zentimetern im Brustraum, steigt die Gefahr, dass die Gefäßwand einreißt. In diesem Fall muss ein Aortenaneurysma behandelt werden. Allerdings besteht auch während des Eingriffs das Risiko, dass das Gefäß reißt.
Bei einem Aneurysma im Gehirn ist die Lage oft noch heikler. Je nach Lage und Zustand des Gefäßes ist die Gefahr unterschiedlich groß, bei einem Eingriff eine Hirnverletzung zu verursachen, die potenziell zu gravierenden bleibenden Schäden führt. Operation oder nicht – diese Entscheidung müssen Arzt und Patient individuell abwägen.
Bei größeren Aortenaneurysmen im Brust- oder Bauchraum stehen zwei operative Methoden zur Verfügung:
Ein Aortenaneurysma lässt sich oft mithilfe eines Stents stabilisieren. Über einen kleinen Schnitt in der Leistenarterie schiebt der Arzt eine kleine Röhre bis zur Wandaussackung vor. Der Stent überbrückt die Schwachstelle im Blutgefäß.
Bei der Operation eines Aortenaneurysmas entfernt der Chirurg über einen Schnitt den erweiterten Teil der Arterienwand und ersetzt ihn durch eine Röhrchen- oder Y-förmige Gefäßprothese.
Liegt eine Erweiterung in der Nähe des Herzens vor, muss häufig zusätzlich die
Aortenklappe
ausgetauscht werden (Kunstklappe).
Zur Behandlung eines Aneurysmas im Gehirn kommen vornehmlich zwei Verfahren infrage, die einander ergänzen: Clipping oder Coiling. Dabei hängt es insbesondere von der Form des Aneurysmas ab, welche Methode individuell vielversprechender ist.
Beim Coiling stabilisiert der Arzt das Gefäß meist mithilfe eines Drahtgeflechts (Stents) und verschließt das Aneurysma im Gehirn mit einer speziellen Platinspirale von innen. Dazu schiebt er zunächst einen Mikrokatheter über die Leiste bis zur betreffenden Hirnarterie.
Diese Mikrospiralen füllen das Gehirnaneurysma nur zu einem Teil aus. Es lagern sich aber Blutplättchen an, die verklumpen und das Aneurysma so verschließen.
Vorteil der Methode ist der minimalinvasive, relativ schonende Zugang zum Aneurysma. Sie lässt sich allerdings bei Aneurysmen mit einer breiten Basis nicht anwenden. Ein weiterer Nachteil der Methode ist, dass sich die Aneurysmen so oft nicht vollständig verschließen. Sie müssen regelmäßig nachkontrolliert und gegebenenfalls ein weiteres Mal behandelt werden.
Ist ein Coiling nicht möglich oder ist das Aneurysma bereits gerissen, wird der Arzt meist ein Clipping durchführen. Dabei verschließt der Chirurg das Aneurysma im Gehirn mithilfe eines Miniclips. Dazu öffnet er zunächst den
Schädel
. Er schafft zwischen den natürlichen Windungen des Gehirns einen schonenden Zugang zur Gefäßaussackung.
Der Verschluss des Aneurysmas erfolgt schließlich unter Zuhilfenahme eines hochauflösenden Operationsmikroskops.
Mit dieser Methode lässt sich das Aneurysma in der Regel zuverlässig verschließen. Nachuntersuchungen sind dann nicht mehr notwendig. Der Eingriff ist aber weniger schonend als ein Coiling.
Eine weitere neurochirurgische Möglichkeit ist das Wrapping. Es wird in komplizierten Fällen verwendet, wenn ein Clipping nicht möglich ist. Dabei stabilisiert der Chirurg die labile Gefäßpartie von außen, indem er das Gefäß umwickelt. Das erfolgt etwa mithilfe von körpereigenem Gewebe oder auch mit Gaze oder Kunststoff. Außenrum bildet sich dann eine Bindegewebskapsel.
Eine weitere Methode ist das sogenannte Trapping. Dabei wird das Aneurysma im Gehirn entlastet, indem davor und dahinter Clips oder Ballons platziert werden. Das Verfahren ist allerdings nur dann möglich, wenn die betroffene Hirnarterie nicht der einzige Versorgungsweg für bestimmte Hörbereiche ist.
Bei einem Aneurysma der Kniekehlenarterie erfolgt die Behandlung meist durch eine Bypassoperation. Der Chirurg transplantiert dabei ein Stück eines Blutgefäßes, das er zuvor von einer anderen Stelle des Körpers entnommen hat, und umgeht dadurch das Aneurysma.
Die Prognose bei einem Aneurysma hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ob es sich um ein Aneurysma im Kopf in Bauch, Brust oder
Herz
handelt, Lebenserwartung und Prognose hängen entscheidend von Ort, Größe und der Behandelbarkeit ab. Auch der Durchmesser der Gefäßaussackung und die Geschwindigkeit, mit der es sich vergrößert, beeinflussen die Prognose.
Die schwerste Komplikation ist der Riss des Aneurysmas (Ruptur) – die Blutungen sind potenziell lebensbedrohlich. Die Sterblichkeit hängt in einem solchen Fall davon ab, wo sich das Aneurysma befindet.
So beträgt die Mortalität bei einem gerissenen Bauchaortenaneurysma über 50 Prozent, reißt die Hauptschlagader im Brustkorb, beträgt sie sogar bis zu 75 Prozent. Reißt ein Aneurysma eines Blutgefäßes im Kopf, verstirbt etwa die Hälfte der Patienten innerhalb der ersten 28 Tage. Überlebende tragen mitunter Schäden davon, wie sie manchmal nach einem
Schlaganfall
auftreten.
Wird ein Aneurysma rechtzeitig entdeckt und behandelt, sind die Heilungschancen – je nach Sitz und Größe des Aneurysmas – mitunter gut. Gelingt die Aneurysma-OP, steigen die Überlebenschancen. Allerdings birgt eine Operation, insbesondere im Gehirn, eigene Risiken.
Neben der Stabilisierung des Gefäßes ist es entscheidend, die Ursachen für das Aneurysma konsequent zu minimieren. Das gilt vor allem für Patienten, deren Aneurysma beobachtet, aber nicht operativ behandelt wird. Aber auch für das Leben nach einer Aneurysma-OP gilt es, Faktoren, die den Blutdruck steigern, zu vermeiden.
Patienten mit unbehandeltem Aneurysma müssen plötzliche Blutdruckspitzen vermeiden, die möglicherweise ein Reißen provozieren.
Ob Aortenaneurysma oder Aneurysma im Gehirn – die Gefäßaussackungen sind entweder angeboren oder entwickeln sich erst im Laufe des Lebens. Dabei spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. Aber auch ein Lebensstil, der schädlich für die Gefäße ist, stellt einen Risikofaktor für ein Aneurysma dar.
Mitunter treten Aneurysmen gehäuft innerhalb einer Familie auf, beispielsweise aufgrund einer erblich bedingten Bindegewebsschwäche. So steigt das Risiko eines Aneurysmas von ein auf zwei Prozent, wenn bei einem Verwandten ersten Grades bereits ein Aneurysma entdeckt wurde, und auf vier Prozent, wenn zwei nahe Verwandte betroffen sind.
Auch genetische Erkrankungen wie das
Marfan-Syndrom
oder das Ehlers-Danlos-Syndrom kommen als Ursache eines Aneurysmas infrage.
Viele Aneurysmen treten aufgrund einer angeborenen Fehlbildung der
Blutgefäße
auf, ohne dass es eine familiäre Häufung gibt.
Das Risiko für ein Aortenaneurysma steigt mit dem Lebensalter. Der Grund ist, dass sich der Aufbau der Gefäßwand mit den Jahren verändert. Sie wird weniger elastisch und fängt den hohen Druck in der Hauptschlagader weniger gut ab. Es entwickeln sich Schwachstellen in der Gefäßwand, die schließlich nachgeben – ein Aneurysma entsteht.
Ein weiterer wichtiger Risikofaktor für ein Aneurysma ist Bluthochdruck (Hypertonie). Mit jedem
Herzschlag
rollt eine Druckwelle über die Arterien des Körpers hinweg. Übt das Blut dabei von innen besonders hohen Druck aus, schädigt es die Gefäßwände.
In mehr als 50 Prozent der Fälle ist eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) die Ursache für ein Aneurysma. Kalk- und Fettablagerungen (Plaques) an den Gefäßwänden sorgen dafür, dass sie an Elastizität verlieren. Die Gefäße federn den Druck mit zunehmendem Alter immer schlechter ab.
Selten sind bakterielle Infektionen an der Entstehung eines Aneurysmas beteiligt – beispielsweise bei
Syphilis
oder
Tuberkulose
. Im Verlauf der Infektion entzündet sich die Gefäßwand. Schließlich entsteht eine Gefäßaussackung. Diese wird als mykotisches Aneurysma bezeichnet.
Die häufigste Ursache für ein Aneurysma spurium – das sogenannte „falsche Aneurysma“ – sind Verletzungen der Gefäßwand. So besteht das Risiko, dass im Rahmen einer
Herzkatheteruntersuchung
die Gefäßwand beschädigt wird.
Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.
Pascale Huber hat Tiermedizin an der Freien Universität Berlin studiert. Sie arbeitete mehrere Jahre als praktizierende Tierärztin, bis sie im Jahr 2009 in den Medizinjournalismus wechselte. Aktuell ist sie Chefredakteurin von tiermedizinischen Fachkreise- und Laienportalen. Ihr Schwerpunkt ist die Erstellung von human- und tiermedizinischem Content für Fachkreise und Patienten.
Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für NetDoktor ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.
Aneurysma
Kurzübersicht
Was ist ein Aneurysma?
Aneurysma im Bauch am häufigsten
Häufigkeit
Oft lange beschwerdefrei
Welche Formen von Aneurysmen gibt es?
Welche Symptome treten bei einem Aneurysma auf?
Aneurysmen: Auf auffälliges Pulsieren achten
Drei Fragen an
Internist und Endokrinologe
Internist und Endokrinologe
Aortenaneurysma im Bauch: Symptome
Geplatztes Aortenaneurysma im Bauch
Aortenaneurysma im Brustbereich: Symptome
Geplatztes Aortenaneurysma in der Brust
Symptome eines Aneurysmas im Gehirn
Geplatztes Hirnaneurysma
Aneurysma-Symptome in der Kniekehle
Wie erkennt man ein Aneurysma?
Bildgebende Verfahren
Wie lässt sich ein Aneurysma behandeln?
Aneurysma – operieren oder abwarten?
Operative Behandlung beim Aortenaneurysma
Stent (endovaskuläres Verfahren)
Gefäßprothese
Behandlung Hirnaneurysma
Coiling
Clipping
Wrapping
Trapping
Behandlung eines Aneurysmas der Kniearterie
Leben nach einem Aneurysma
Bei Riss hohes Todesrisiko
Lässt sich einem Aneurysma vorbeugen?
Leben mit Aneurysma – Blutdruckspitzen vermeiden!
Was sind die Ursachen für ein Aneurysma?
Ist ein Aneurysma vererbbar?
Höheres Lebensalter
Bluthochdruck
Arteriosklerose
Bakterielle Infektionen
Mechanische Verletzungen der Gefäßwände
Autoren- & Quelleninformationen